Corona - von Notfallplänen, Fieberkurven und AlltagsheldInnen

Veit Czubik trifft an seinem Arbeitsplatz ein. Das Erste, dass er tut: Fiebermessen und seine Temperatur in eine Verlaufsliste eintragen. Er ist unter 37 Grad. So fängt derzeit der Arbeitstag an.

„Unsere Kunden und Kundinnen sollen weiterhin im gewohnten Lebensrhythmus bleiben können.“ beschreibt er sein gegenwärtiges Ziel. „Das heißt: Mitarbeiterdienstpläne – auch für Notfälle – erstellen, Zuständigkeiten klären und ein „Reserveteam“ in petto zu haben. Die Betreuungsdichte haben wir leicht erhöht. Das macht in diesen Zeiten Sinn.“

So manches hat sich verändert: ein „Wuzzltisch“ steht im Gemeinschaftsraum, eine Spielkonsole gibt’s auch seit kurzer Zeit.

Strukturiert und lebendig soll der Lebensalltag weiterhin bleiben „Das gibt unseren KundInnen Sicherheit, die brauchen sie.“ setzt Czubik nach.

DGPK Petra Breidler hat die letzten Wochen einen Notfallplan auf die Beine gestellt. Sie ist täglich mit Personalschulungen und Unterweisungen fürs Jetzt sowie im Verdachts- und Krankheitsfall im Einsatz. Oft auch mit Symbolkarten. „Wir müssen jetzt alle Zusammenhalten. Ob Kunden und Kundinnen, Angehörige, Freiwillige, Mitarbeiter. Risikominimierung geht uns alle an.“

Kerstin Zechner, Kundin des teilzeitbetreuten Wohnens, ist derzeit auch zuhause.

„A bissl traurig bin ich schon drüber, dass ich zurzeit nicht in der Feinschmeckerei arbeiten kann. Mir gehen die Kunden und das Verkaufen ab. Aber Fad wird mir nicht! Ich hab jetzt Zeit zum Rechnen üben und heut bin ich auch zum Kochen dran. Auch im Garten gibt’s einiges zu tun. Ich glaub schon, dass wir noch länger zuhause bleiben müssen.“

In Radio Steiermark hört Sie immer wieder was übers Corona Virus. „Ich hab keine Angst dass ich krank werde, denn ich halte alle Sicherheitsvorgaben ein und bleib zu Hause. Und Barbara ist auch immer für mich da. Da bin ich froh drüber.“

Schauplatzwechsel: Sozialbegleiterin Elisabeth Koch geht einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen nach. Sie näht. Diesmal jedoch keine stylischen Rucksäcke für´s Adventdorf, sondern Schutzmasken aus Baumwolle. 30 Stück hat sie schon gefertigt, mindestens doppelt so viele will sie noch nähen. Zum Schutz ihrer Kollegen und Kolleginnen und zum Schutz der zu begleitenden Menschen.

Ihre persönliche Herausforderung derzeit: „Die eigenen Ängste und Sorgen muss ich beiseitelegen, wenn ich im Dienst bin. Nur so kann ich die Kunden und Kundinnen gut begleiten und ihnen die nötige Sicherheit geben.“

Wie es sich gerade so lebt im begleiteten Wohnen? Klicken Sie sich doch durch die nachfolgende Bildpost von den Kundinnen und Kunden.