5. Mai – Tag der Inklusion

Seit 1992 wird der europaweite „Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen“ begangen. Seit nunmehr 29 Jahren wird an der Inklusion von Menschen mit Behinderungen europaweit gearbeitet. Und trotzdem gibt es in vielen Bereichen nach wie vor Defizite. – Dies wurde während der Pandemie in besonderer Weise sichtbar.

Inklusion bedeutet die gleichberechtigte Teilnahme von Menschen mit Behinderung an Bildung, Arbeitsmarkt, Gesellschaft – kurz: Die gleichberechtigte Teilnahme am ganz normalen Leben. Das ist keine weltfremde Illusion. Menschen mit Behinderungen können mit entsprechender Unterstützung höhere Schulen besuchen, auf dem Arbeitsmarkt reüssieren und selbstständig wohnen. Entscheidend dafür sind die Rahmenbedingungen, und: Dass die Gesellschaft Menschen mit Behinderung dieses Können auch zutraut. Denn oft werden diese nur auf ihre Defizite reduziert.

Heute, am 5. Mai, werden Vertreter*innen der Lebenshilfe Österreich sowie des Österreichischen Behindertenrates die Forderung „Gehalt statt Taschengeld“ an das Bundeskanzleramt übergeben. Das Anliegen ist klar und deutlich:

Jeder Mensch soll arbeiten dürfen, so gut er kann.
Er soll selbst Geld verdienen können.
Es soll keine bestimmte Grenze geben, die sagt: Ab so viel Beeinträchtigung kann jemand nicht arbeiten.
Dazu brauchen wir Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen.
Darum starten wir am heutigen Tag der Arbeit unseren Schwerpunkt: Gehalt statt Taschengeld.
23.000 Menschen arbeiten nach wie vor in Werkstätten und bekommen ein Taschengeld. Wie Kinder. Das wollen wir ändern.

(Auszug / Zum Dialogpapier geht’s hier

Menschen mit Behinderung haben meist auch keine eigene Sozialversicherung und Pensionsversicherung. Menschen mit Behinderung werden tagtäglich daran erinnert, keine vollwertigen, gleichberechtigten Bürger zu sein. Das muss sich ändern. In sehr vielen Bereichen.

Wir glauben, dass dies möglich ist. Glaubst Du das auch?

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